Lieferantenkonsolidierung im C-Teile-Management
Einleitung
Schrauben von Lieferant A. Elektro von Lieferant B. PSA von Lieferant C. MRO-Artikel von mehreren regionalen Händlern.
Was in vielen Industrieunternehmen historisch gewachsen ist, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Effizienzproblem: zu viele Lieferanten und zu viel Koordinationsaufwand im C-Teile-Bereich.
Gerade Einkauf und Logistik stehen unter Druck:
- Hohe Anzahl an Bestellvorgängen
- Unterschiedliche Abrechnungsmodelle
- Mehrere Ansprechpartner und Logistikprozesse
- Unkoordinierte Anlieferungen
- Fehlende Transparenz über Verbräuche
Obwohl C-Teile meist nur 5–10 % des Einkaufsvolumens ausmachen, verursachen sie einen Großteil der operativen Bestellprozesse.
Die Lösung liegt nicht im besseren Preis – sondern in der strukturellen Vereinfachung.
Ein strategisches C-Teile-Management mit Lieferantenkonsolidierung reduziert Komplexität, Prozesskosten und administrativen Aufwand nachhaltig.
Was bedeutet Lieferantenkonsolidierung im C-Teile-Management?
Kurz erklärt:
Lieferantenkonsolidierung im C-Teile-Management bedeutet, viele Einzel-Lieferanten durch einen zentralen Systempartner zu ersetzen, der Beschaffung, Lagerhaltung, Nachschub und Abrechnung integriert steuert.
Es geht dabei nicht nur um Einkaufsbündelung – sondern um Prozessoptimierung.
Typische C-Teile:
- Verbindungselemente
- Hydraulik- und Pneumatik
- Elektro
- MRO-Artikel
- Verbrauchsmaterialien, wie bspw. PSA
Im klassischen Modell werden diese Warengruppen separat beschafft – mit jeweils eigenen Prozessen.
Ein modernes System – etwa ein digitales Kanban- oder IoT-gestütztes Versorgungssystem – bündelt diese Strukturen.
Mehr dazu:
👉 /c-teile-management
👉 /kanban-systeme
Warum ist das für Einkauf und Logistik entscheidend?
1. Prozesskosten übersteigen den Warenwert
Studien des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) zeigen, dass die internen Prozesskosten einer Bestellung – abhängig vom Digitalisierungsgrad – häufig deutlich über dem reinen Warenwert liegen.
Quelle: https://www.bme.de
Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) belegen zudem, dass C-Teile zwar nur einen geringen Anteil am Einkaufsvolumen haben, jedoch einen überproportional hohen Anteil der Bestellvorgänge verursachen.
Quelle: https://www.iml.fraunhofer.de
Wichtig zu wissen:
Nicht die Schraube ist teuer – sondern der Bestellprozess dahinter. Berechnen Sie gerne selbst Ihre Kostenstrukur mit dem Effizienzrechner
2. Fehlende Transparenz führt zu Kapitalbindung
Viele Lieferanten bedeuten:
- Unterschiedliche Mindestbestellmengen
- Unterschiedliche Verpackungseinheiten
- Unterschiedliche Lieferzeiten
Die Folge:
- Sicherheitsbestände steigen
- Lagerflächen werden ineffizient genutzt
- Kapital wird unnötig gebunden
3. Hoher Abstimmungsaufwand in der Logistik
Logistikverantwortliche kämpfen häufig mit:
- Mehreren Wareneingängen pro Tag von unterschiedlichen Logistikdienstleistern
- Unkoordinierten Lieferzeiten
- Unterschiedlichen Verpackungssystemen
- Manuellem Handling
Das erhöht Fehlerquoten und stört stabile Materialflüsse.
Typische Herausforderungen im C-Teile-Management
Lieferantenwildwuchs
Historisch gewachsene, unstrukturierte Lieferantenbasis.
Medienbrüche
Bestellungen per E-Mail, Excel oder Fax.
Intransparente Verbräuche
Keine Echtzeitdaten zu Bedarfen.
Hoher Rechnungsaufwand
Viele Einzelrechnungen erhöhen Buchhaltungsaufwand.
Fehlende ERP-Integration
Bestellungen laufen außerhalb zentraler Systeme.
Wissenschaftliche Einordnung: Warum Systemlösungen wirken
Die VDI-Richtlinie 4490 beschreibt Kanban-Systeme als effektives Instrument zur Bestandsreduktion und Stabilisierung von Materialflüssen in Produktionsumgebungen.
Quelle: https://www.vdi.de
Analysen des Fraunhofer IPA zeigen, dass standardisierte Beschaffungsprozesse und Lieferantenkonsolidierung signifikante Effizienzpotenziale erschließen können.
Quelle: https://www.ipa.fraunhofer.de
Diese Erkenntnisse bestätigen:
Strukturierte Systeme reduzieren nicht nur Bestände – sondern auch Prozesskomplexität.
Praxislösung mit Fokus
Systemlösungen agieren nicht als Lieferant, sondern als strategischer Systempartner für industrielle Beschaffungslösungen.
Systematischer Ansatz:
- Analyse der bestehenden Lieferantenstruktur
- Identifikation von Konsolidierungspotenzialen
- Einführung eines digitalen Kanban-Systems
- IoT-gestützte Nachschubsteuerung
- Vollständige ERP-Integration
- Kontinuierliches Monitoring & Optimierung
Mehr erfahren:
👉 /digitale-beschaffung
👉 /iot-loesungen
Vorteile für den Einkauf
- Reduzierte Anzahl an Bestellvorgängen
- Weniger Rechnungen
- Ein zentraler Ansprechpartner für den Prozess
- Klare Trennung von Kosten Logistik, System und Artikel
- Transparente Verbrauchsdaten
- Strategische statt operative Steuerung
Vorteile für die Logistik
- Standardisierte Regalsysteme
- Automatisierter Nachschub
- Planbare Anlieferungen von einem Logistiker
- Reduzierte Lagerbestände
- Hohe Versorgungssicherheit
Praxis-Tipp:
Die größten Effizienzgewinne entstehen, wenn Konsolidierung, Digitalisierung und ERP-Integration gemeinsam umgesetzt werden.
Klassische Beschaffung vs. digitales Kanban-System
| Kriterium | Klassische Struktur | Digitales Kanban-System |
|---|---|---|
| Lieferantenanzahl | Viele Einzelanbieter | Konsolidierter Systempartner der Kernlieferanten integriert |
| Bestellprozess | Manuell | Automatisiert |
| Transparenz | Gering | Echtzeit |
| Prozesskosten | Hoch | Deutlich reduziert |
| Lagerbestand | Sicherheitsorientiert | Bedarfsorientiert |
| ERP-Integration | Teilweise | Voll integriert |
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
❌ Fokus nur auf Stückpreise
✔ Total Cost of Ownership betrachten.
❌ Keine Prozessanalyse
✔ Vor Einführung systematisch analysieren.
❌ Teilweise Konsolidierung ohne System
✔ Ganzheitliches Versorgungskonzept entwickeln.
❌ Logistik nicht einbinden
✔ Einkauf und Logistik gemeinsam steuern.
FAQ – Lieferantenkonsolidierung im C-Teile-Bereich
Warum verursachen C-Teile hohe Prozesskosten?
Weil der administrative Aufwand pro Bestellung unabhängig vom Warenwert entsteht.
Wie viele Lieferanten sind im C-Teile-Umfeld üblich?
In vielen Industrieunternehmen existieren 20–50 Lieferanten allein für Verbrauchs- und MRO-Artikel.
Lohnt sich Konsolidierung auch bei kleinen Volumina?
Ja. Gerade bei geringen Warenwerten sind Prozesskosten entscheidend.
Wie schnell amortisiert sich ein digitales Kanban-System?
Je nach Struktur häufig innerhalb von 12–24 Monaten.
Ist ERP-Integration zwingend notwendig?
Für maximale Transparenz und Steuerbarkeit: ja.
Fazit: Weniger Lieferanten, mehr Kontrolle
Zu viele Lieferanten bedeuten:
- Mehr Komplexität
- Mehr Abstimmung
- Höhere Prozesskosten
- Geringere Transparenz
Ein strukturiertes C-Teile-Management mit digitalem Kanban-System schafft:
- Übersicht
- Planbarkeit
- Effizienz
- Strategischen Handlungsspielraum
Für Einkauf und Logistik bedeutet das:
Weniger operative Belastung – mehr Wertschöpfung.
Nächster Schritt
Lassen Sie uns gerne über Ihre Potenziale sprechen
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P.S. Cooperation unterstützt Sie gerne als strategischer Partner auf dem Weg zu einer schlanken, digitalen und zukunftssicheren Beschaffungsstruktur.